Migration

Das Signal von Bamako. Karawane von Mali nach Dakar (Der Freitag, Feb. 2011)

500 Aktivisten ziehen in einer Karawane von Mali nach Dakar – es geht um einen Neuen Internationalismus

Ousmane Diarra streckt eine Hand in die Luft und schwenkt eine weinrote Karte. „Pour la libération de Circulation!“ ruft er. Der Mann steht im Niemandsland zwischen Mauretanien und Mali. Im Hintergrund formiert sich eine Demonstration. Seit Ende Januar ist die Karawane Bamako-Dakar unterwegs, ihr Ziel: das Weltsozialforum in der senegalesischen Hauptstadt.

Zeit des Trommelns und des Zuhörens. Eine antirassistische Karawane in Westafrika (ND 2011)

Antirassistische Karawane durch Nordafrika erreicht am Sonntag das Weltsozialforum in Dakar

Die Dämmerung ist eingebrochen, der Sand auf den Straßen dämpft die Geräusche, kleine Lehmbauten verstecken sich am Straßenrand, als vier Reisebusse in die Kleinstadt Nioro im Norden Malis einfahren. Menschen mit orangefarbenen T-Shirts steigen aus den Bussen. Sie trommeln und tanzen. »Für offene Grenzen« ruft eine auf Französisch, »Für Bewegungsfreiheit« ein anderer. Dann stimmen sie ihr Lied an.

Freiraum im kontrollierten Raum - Internet für Asylbewerberheime (DeutschlandRadio, Jan 2011)

Die Gruppe Refugee Emanzipation installiert in Eigenregie Internetcafes in Asylbewerberheimen. Die BewohnerInnen der Heimen haben dadurch die Möglichkeit, ihre Isolation in den oft abgelegenen Heimen zu durchbrechen.

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Verhängnisvolle Besuche bei Freunden

Ein Bürgerkriegsflüchtling aus Sierra Leone wird zum „kriminellen Ausländer“ erklärt, weil er Freunde in München besuchte. Die Ausländerbehörde verweigert ihm daher nach zehn Jahren in Deutschland das Bleiberecht und will ihn schon am Dienstag abschieben.

 

Wenig Angebot bei guter Nachfrage

Deutschkurse an Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg vor der Kürzung

Sprich deutsch, sagt die Politik. Diese Aufforderung ist bei MigrantInnen angekommen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Allein an der Volkshochschule Kreuzberg-Friedrichshain finden derzeit 71 Deutschkurse statt. Doch das Kursangebot soll im Herbst um 40 Prozent reduziert werden, weil kein Geld mehr da ist. Gekürzt wird sowohl bei den Integrationskursen als auch bei Deutschkursen, die ein höheres Sprachniveau voraussetzen.

Böser Zauber der Bürokraten (Beate Selders & Jürgen Weber)

Flüchtling in Deutschland

Eine Geschichte wie ein Film-Plot: Ein Flüchtling aus Benin liebt eine deutsche Transsexuelle. Doch bisher gibt es kein Happy-End. Denn die Ausländerbehörde spielt mit. VON BEATE SELDERS & JÜRGEN WEBER

Es ist das, was man nicht ergründen kann, heißt es über den Voodoo in Benin. Das Land am Golf von Guinea gilt als Wiege der Religion, die hierzulande mit Püppchen assoziiert wird, in die man Nadeln steckt, um

Zwei ungleiche Brüder

Einblicke in die Debatte um klandestine Migration im Senegal. Radiobeitrag

in Deutsche Welle - Fokus Afrika Autorin: Haidy Damm SprecherInnen: Birgit Marzinka, Jörn Hagenloch, Markus Plate

Die Bilder von Bootsmigranten aus Afrika gehen schon länger durch die Medien. Viele von ihnen kommen aus dem Senegal und erhoffen sich eine bessere Zukunft in Europa. Aber auch in dem westafrikanischen Land ist die gefährliche Fahrt über das Meer umstritten. In der Familie Wade aus Kayar gehen die Meinungen auseinander. Haidy Damm war in Kayar und hat zwei ungleiche Brüder getroffen.

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»Sie mögen diese Farbe nicht«. Asylbewerber in Spandau (ND 2008)

In Berlin-Spandau sind Asylbewerber zum Nichtstun verdammt

Ein hoher Zaun, eine Eisentor. Ein Pförtner kontrolliert den Zugang: „Zu wem wollen Sie?“, „Zu Edward Lino*, bitte“, „Da lang, zweiter Stock!“. Zugang erhält man nach Voranmeldung oder wenn man den Namen eines Bewohners nennen kann.

Die jungen Männer und das Meer

Neues Deutschland 4.10.2007

Die Küstengewässer Senegals bieten nicht mehr genug Fisch. Weil die Fischer keine Möglichkeit haben, ihr Leben zu finanzieren, riskieren sie es auf der gefährlichen Überfahrt von Afrika nach Europa.

Bleiben oder gehen? Die Geschichte zweier Brüder aus dem Senegal

fluter.de am 28. August 2007

In Holzbooten machen sie sich auf den Weg nach Europa, junge Männer und wenige Frauen aus Westafrika. In ihrem Land sehen sie für sich keine Zukunft mehr. Malick und Mamadou sind zwei Brüder aus Kayar, einer kleinen Fischerstadt etwa eine Stunde nördlich von Senegals Hauptstadt Dakar. Sie sind hier am Meer zwischen den Dünen zusammen aufgewachsen.