Die Berliner Rütli-Schule war in der Weimarer Republik ein Beispiel für moderne Reformpädagogik. Die Nazis ließen davon ab 1933 nichts übrig.
Ende der 1980er Jahre hielt der deutsche Bundestag die Bezeichnungen Lesben und Schwule für „Ausdrücke aus der Gosse“. Er wollte sie in offiziellen Verlautbarungen nicht zulassen – unter dem Vorwand, Homosexuelle vor Diskriminierungen schützen zu wollen. Dabei befürwortete die politisch aktive Szene diese Selbstbezeichnung. Seitdem hat sich einiges getan.
Mitten im dicht besiedelten Reuterkiez in Neukölln lebt und wirkt der Insektenforscher Stefan Heinze - besser bekannt unter seinem Künstlernamen Inox Kapell. Vor drei Jahren gründete er das Insekteum: ein Ort für Insekten (allerdings: keine Lebendhaltung!), für Musik und Kunst.
Sprich deutsch, sagt die Politik. Diese Aufforderung ist bei MigrantInnen angekommen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Allein an der Volkshochschule Kreuzberg-Friedrichshain finden derzeit 71 Deutschkurse statt. Doch das Kursangebot soll im Herbst um 40 Prozent reduziert werden, weil kein Geld mehr da ist. Gekürzt wird sowohl bei den Integrationskursen als auch bei Deutschkursen, die ein höheres Sprachniveau voraussetzen.
„Vor Fünfundvierzig war das hier eine Waffenfabrik“, sagt der Hausmeister und weist den Weg über den großen Hof zum richtigen Aufzug. Oben, unter dem Dach eines der alten Fabrikgebäude, werden heute wieder Waffen hergestellt. Allerdings nur in Datenform und aus einer wesentlich weiter zurückliegenden Epoche: Schwerter, Keulen und Bögen konstruieren hier 3D-Artists für den Nachfolger des Rollenspiels Drakensang.
The recently published “Berlin - City of Smoke”, playing in 1929/30, is the second book in an eventual graphic-novel triology. Its creator, Jason Lutes, talks about diving into German history without speaking German.
You hadn’t been to Berlin before you started the comic - How did you make a picture for yourself?
Die erste Moschee auf ehemaligem DDR-Gebiet wird derzeit in Berlin gebaut - gegen Proteste einiger Anwohner. Sie behaupten, die Frauen der muslimischen Gemeinde würden unterdrückt. Das kann die 29-jährige Mubashra Ilyas nicht verstehen. Sie ist die Architektin der Moschee.
Das Portrait erschien am 9. Februar 2008 auf Deutschlandradio Kultur
Länge: 6:12
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Zwischennutzer polieren das Image der Stadt auf, doch ihre eigene Situation bleibt äußerst prekär
"Berlin ist ein Labor für das Unternehmen Zwischennutzung, Berlin hat Raum", erklärte Ingeborg Junge-Reyer kürzlich zur Präsentation der Senatsstudie "Urban Pioneers". Zwar singt nicht nur die Stadt Berlin ein hohes Lied auf die Zwischennutzung und lässt sogar wissenschaftliche Publikationen über das Phänomen erstellen, aber was Zwischennutzung eigentlich ist, dazu gibt es nach wie vor keine eindeutige Definition. Das Wort steht vielmehr für die Idee des Vorübergehenden, Improvisierten, Flexiblen. Einige Zwischennutzungen in Berlin gibt es dabei seit über zehn Jahren, d.h. sie dauern länger an als so manche fest vereinbarte Gewerbenutzung.
Das Kreuzberger Spreeufer soll Teil eines prosperierenden Wirtschaftsraums werden - soziale Verdrängung und erheblich mehr Durchgangsverkehr könnten die Folge sein
Im letzten Sommer eröffneten die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer und der damalige Baustadtrat Franz Schulz in einem symbolischen Akt den Dampferanleger am Fuß der Oberbaumbrücke. Schon bald soll die Kreuzberger Spreeseite mit einer Uferpromenade ausgestattet, der Park am Gröbenufer neu gestaltet und die dort aufgestellten Skulpturen von Graffiti befreit sein. Die Uferverschönerungsmaßnahmen bilden den Auftakt des Programms "Stadtumbau West" im Bereich des Kreuzberger Spreeufers.
Das Berliner "Bethanien" kommt nicht zur Ruhe: Linkspartei und SPD wollen die Besetzer räumen
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