Stundenlang sitzen Richard O'Connell und Hiroyuki Takahara im Gewächshaus und zupfen Blätter von unscheinbaren Pflanzen, legen sie behutsam in runde Plastikschalen und tragen mit einem Pinsel eine klare Flüssigkeit auf. Dies ist Wasser, in dem die Sporen eines Pilzes gelöst sind. Die Forschungsgruppe O'Connells am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Pflanze und Pilzschädling, wobei unterschiedliche genetische Varianten sowohl des Pilzes als auch der Wirtspflanze eine Rolle spielen.
Maja Schuster & Jürgen Weber
Natur, denken die meisten von uns, kann man bei einem Waldspaziergang erleben. Oder wenn man im Sommer auf einer Wiese liegt und sich auf die verschiedenen Insekten konzentriert, die darin herumkrabbeln. Natur, das sind die Pflanzen und Tiere, ihr Zusammenspiel. Und auch wenn wir Menschen heute als größte Gefahr für die Natur gelten, gehören wir doch irgendwie dazu. Wir brauchen wie alle Tiere Nahrung und Luft zum Atmen, wir werden krank, wir altern und wir sterben. Alles ganz natürliche Prozesse.
Zwischen Stubbendorf und Finkenthal nicht weit von Teterow, in der Nähe des Kummerower Sees. So könnte sich die Ortsbeschreibung des Hof Ulenkrug anhören. Doch sie würde einem Suchenden wohl nicht viel helfen - zu abgelegen ist die Gegend. Leicht hügelig, von Wäldern durchsetzt und landwirtschaftlich geprägt ist es hier, auch wenn in den kleinen Orten bereits seit längerem Discounter wie Lidl und Aldi der bäuerlichen Produktion Konkurrenz machen.
DER STOFF, AUS DEM DIE TRäUME SIND
Die einen wünschen sich Kinder, die anderen versprechen Heilung - Eizellen sind eine fast normale Ware auf dem Gewebemarkt
Im Dezember 2005 endete die steile Karriere des südkoreanischen Klonforschers Hwang Woo-Suk mit einem tiefen Fall. Eine Untersuchungskommission der Seouler Nationaluniversität wirft ihm vor, seine in den renommierten Wissenschaftszeitschriften Science und Nature publizierten Forschungsergebnisse seien komplett gefälscht gewesen und er habe niemals Stammzellen aus einem geklonten Embryo hergestellt Dem Skandal vorangegangen war die Tatsache, dass Hwang einen Teil der notwendigen Eizellen seinen Mitarbeiterinnen entnommen hatte. Doch abgesehen von der Daten-Manipulation haben Hwangs Experimente in der Wissenschaft Spuren hinterlassen: Der Klon-Erfolg scheint entscheidend davon abzuhängen, dass die verwendeten (menschlichen) Eizellen besonders frisch sind.
(030) 7891 3457
info (at) medienkombinat-berlin.de