Ousmane Diarra streckt eine Hand in die Luft und schwenkt eine weinrote Karte. „Pour la libération de Circulation!“ ruft er. Der Mann steht im Niemandsland zwischen Mauretanien und Mali. Im Hintergrund formiert sich eine Demonstration. Seit Ende Januar ist die Karawane Bamako-Dakar unterwegs, ihr Ziel: das Weltsozialforum in der senegalesischen Hauptstadt.
Die Bevölkerung kämpft mit dem Alltag und reagiert mit Zurückhaltung auf die Machtteilung. Jenni Williams ist eine der führenden Aktivistinnen der Frauen-Organsiation WOZA (Woman of Zimbabwe, Arise! Frauen aus Simbabwe, steht auf!). Die Organisation erhält im November den Menschenrechtspreis von Amnesty International. Ein Interview mit Jenni Williams über die Situation in dem südafrikanischen Land.
Mit gigantischen Solarkraftwerken soll Nordafrika der Sprung vom Energieimport zum Energieexport gelingen. Dies kommt vor allem der europäischen Klimabilanz zugute.
Ralf Fücks, Vorstandsmitglied der ökopolitischen Heinrich-Böll-Stiftung, freut sich über die Erfindung der "eierlegenden Wollmilchsau" im Energiebereich: Desertec. Ein Netzwerk solarthermischer Kraftwerke in der Sahara soll das Weltklima retten, regional für Beschäftigung und Einkommen sorgen, Trinkwasser aus Meerwasser herstellen und als europäisch-afrikanisch-arabisches Kooperationsprojekt zum Frieden beitragen. Die Werbetrommel für die energetische Weltrettung durch Desertec rührt der Club of Rome.
Einst Experimentierfeld für fragwürdige Menschenversuche, ist die Disziplin auch heute noch immer europäisch geprägt
Vor ungefähr hundert Jahren wütete zunächst in West-, später in Ostafrika eine Schlafkrankheitsepidemie, die Hunderttausende von Toten forderte. Die Infizierten boten der Tropenmedizin, einer damals noch neuen wissenschaftlichen Disziplin, ein willkommenes Experimentierfeld. An der "Therapie" dieser noch immer bedrohlichen Krankheit lässt sich auch das Verhältnis der westlichen Medizin zu den ihr bis heute fremden Patienten ablesen.
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