Indien

Gute Arznei oder böse Droge? (welt-sichten, Aug. 2010)

Indische Bauern verdienen mit dem Anbau von Opium ihren Lebensunterhalt – ganz legal

In Indien dürfen Bauern in drei Bundesstaaten mit einer Lizenz der Drogenbehörde Schlaf-mohn anbauen. Aus dem Rohopium wird Morphium und Codein für Schmerzmittel gewonnen. Seit einigen Jahren wird darüber diskutiert, ob das auch in Afghanistan funktionieren könnte. Befürworter dieser Idee sehen in Indien ein nachahmenswertes Vorbild.

Schizophrenie um eine Pflanze (Mai 2010, Woxx)

Opium und Drogenpolitik in Indien

Das Verbot des Anbaus von Opium bringt indische Bauern in Existenznot. In drei Bundesstaaten jedoch pflanzen zehntausende Landwirte mit Erlaubnis der Regierung und der Vereinten Nationen Mohn für die Pharmaindustrie an. Eine Reise zum indischen Himalaya und den Absurditäten internationaler Drogenpolitik.

Bitterer Tee auf Nowera Nuddy

Das weltweite Unternehmen Tata Tea prosperiert – auf Kosten der Plantagenpflücker

Indien und Tee – das scheint untrennbar zusammenzugehören. Doch die Geschichte der Pflanze, aus der das aromatische Getränk auf dem Subkontinent gewonnen wird, ist noch keine 180 Jahre alt.

WORKSHOP: Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien, für wen?

Der Finanzdienstleistungssektor, die agrochemische- und pharmazeutische Industrie werden von dem angestrebten Freihandelsabkommen (FTA) zwischen Indien und der EU profitieren.

Der Traum vom iPad-Killer (taz, Apr. 2010)

Sieben junge Inder wollen Apple den Kampf ansagen. Mit ihrem innovativen "Adam"-Tablet bieten sie all das, was das iPad nicht kann und sind dazu noch günstiger.

HYDERABAD taz | Der Messestand von Notion Ink ist leer. Als einziger. An den anderen hundert Ständen werden Softwareprodukte, Geräte und Dienstleitungen angepriesen - all das, was auf einer IT-Messe zu erwarten ist. Ungewöhnlich, aber indischer Alltag, ist es, dass selbst hier in „Cyberabad“, wie die südindische Metropole Hyderabad genannt wird, ab und zu der Strom ausfällt. Die Messehalle versinkt dann für einige Sekunden in Dunkelheit.

TeearbeiterInnen: Flinke Finger, Ungehörte Stimmen

Teeplantagen in Indien bilden eine ökonomische und gesellschaftliche Enklave, das Leben und Arbeiten ist geprägt von erzwungener Unterwerfung unter die fast uneingeschränkte Herrschaft der Plantagenbesitzer. Jürgen Weber berichtet für Gute-Arbeit-Weltweit über die Situation der TeepflückerInnen im indischen Bundesstaat West-Bengalen und ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.

"Cell phone learning can make a difference"

Matthew Kam on a game-based approach for English learning in India

Matthew Kam, an Assistant Professor at Carnegie Mellon University, speaks about his recent doctoral dissertation research in Indian communities and designing E-Learning games for children from other cultural backgrounds.

"Kein Automatismus" (INKOTA-Brief Dez. 08)

Nach dem Tsunami gab es viel Solidarität in Indien, nach der Flut in Bihar nicht

VORSPANN: Wird eine Gruppe oder eine Gesellschaft, die sich einmal solidarisch verhalten hat, dies automatisch wieder tun? Das Beispiel von zwei Überschwemmungskatastrophen in Indien - dem Tsunami im Dezember 2004 und der Überschwemmung im August 2008 in Bihar - zeigt, dass Solidarität immer wieder aufs Neue entstehen und hergestellt werden muss. Zudem hat sich in beiden Situationen gezeigt, dass Mechanismen von Ausgrenzung und Diskriminierung auch in Krisensituationen eine Rolle spielen.

Die Macht der Alltagsgeschichten (Rezension)

Indien nordwärts (von Rüdiger Siebert)

Rüdiger Siebert

Indien nordwärts.
Von Kerala bis Gujarat. Reisereportagen
Horlemann Verlag, Bad Honnef 2007,
252 Seiten, 14,90 Euro

Als regelmäßiger Besucher Indiens kann Rüdiger Siebert den Prozess der Globalisierung aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Dadurch ist er in der Lage, die Wirkungen kenntnisreich und reflektiert, einfühlsam und unterhaltsam zu beschreiben. Sein Buch „Indien nordwärts" lädt ein, sich auf den faszinierenden Subkontinent und seine Bevölkerung einzulassen.