22.11.2010 | Maja Schuster & Jürgen Weber
Prek Chrey ist ein geteiltes Dorf – und doch könnte es eine gemeinsame Zukunft haben.
In Kambodscha hat erstmals ein Opfer sexueller Gewalt der Roten Khmer Beschwerde beim internationalen Tribunal eingelegt und die Zulassung als Nebenklägerin beantragt. VON JÜRGEN WEBER
Die juristische Aufarbeitung der Herrschaft der Roten Khmer in Kambodscha (1975-79) vor dem internationalen Gericht in Phnom Penh (Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia/ECCC) hat begonnen. Vor rund zehn Jahren hatte die kambodschanische Regierung die Hilfe der UN erbeten, um diejenigen vor Gericht zu bringen, "die unter dem Regime der Roten Khmer für Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich waren". Dabei wurde das Ausmaß der Verbrechen erst nach dem Einmarsch vietnamesischer Truppen in Kambodscha (Dezember 1978) bekannt.
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